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Psychotherapeutische Praxis Ehrnsperger


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EINZELPSYCHOTHERAPIE 


In der Regel leiden Menschen nicht an isolierten Beschwerden und haben auch sehr selten eine eindeutige Diagnose. Häufig finden sich ganz verschiedene und oft auch rasch wechselnde Symptome. Nicht immer ist für einen Hilfesuchenden ersichtlich, welche Faktoren zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Störung geführt haben bzw. warum gerade jetzt die Beschwerden entstanden sind. In der Psychotherapie geht es sowohl um die Reduktion bzw. Beseitigung von Symptomen als auch um das sinnhafte Verstehen der Beschwerden im Rahmen der Lebensgeschichte sowie der gegenwärtigen Alltags-situation. 



GRUPPENPSYCHOTHERAPIE 23.3.20 wird akt. nicht angeboten


Neben der Einzelpsychotherapie biete ich Gruppenpsychotherapien an. Die Teilnahme an der Gruppenpsychotherapie erfordert ein persönliches Kennenlerngespräch. Beispiele für mögliche Gruppenbehandlungen sind eine Gruppe zur Depressions-, Stress-, Angst-, Essstörungsbewältigung oder eine Gruppe zum Aufbau von Selbstsicherheit und zur Verbesserung sozialer Kompetenzen. Die Gruppen werden von mir stets in Form einer Kleingruppe (max. 4 TeilnehmerInnen) durchgeführt, wobei auch für die Teilnehmer Schweigepflicht hinsichtlich der Informationen von anderen Gruppenteilnehmenden besteht. Gruppentherapien haben sich als besonders effektive Form der Psychotherapie bewährt, da sich die TeilnehmerInnen einer Gruppe auch viel gegenseitige Unterstützung bieten können.


  • Depressionsbewältigungsgruppe
  • Angstbewältigungsgruppe
  • Stressbewältigungsgruppe
  • Essstörungsbewältigungsgruppe
  • Entspannungsgruppe
  • Achtsamkeitsgruppe
  • DBT-Skill-Gruppe
  • Psychoedukative Gruppe Schizophrenie bewältigen


und andere --> fragen Sie



ENTSPANNUNGSVERFAHREN


  • Progressive Muskelrelaxation (nach Jacobson) im Sitzen/Liegen, 
  • Phantasierreisen u. a.







Privatleistungen:


PAARTHERAPIE



                                      Sunny6 "Das perfekte Duo" www.piqs.de



DIAGNOSTIK


Möchten Sie wissen, ob Sie  im  Burn-Out, depressiv oder  krankhaft ängstlich sind?

Wer bin ich? Meine individuellen Persönlichkeitsstile?


VORTRÄGE 

  • Stress bewältigen
  • Brennen bis zur Erschöpfung - Burn-Out
  • Wege aus der Überforderung
  • Wann bin ich depressiv?
  • Partnerschaftliche Kommunikation: Stolperfallen und Lösungen










BEHANDLUNGSSCHWERPUNKTE


Depressionen und Burn-Out

Depressionen und Burn-Out-Syndrome sind weit verbreitet. Die wichtigsten Symptome sind: gedrückte Stimmung, Verlust von Lebensfreude, anhaltende Traurigkeit, fehlendes Interesse und ein Gefühl von innerer Leere. Viele Menschen haben ein Gefühl von Schuld und klagen sich permanent an. Sie haben wenig Selbstwertgefühl und sehen in allem das Negative. Ausgeprägte Schlafstörungen können genauso vorkommen wie ständiges Grübeln und vermehrte Reizbarkeit. Oftmals fehlt der Antrieb und die Lust für aktive Unternehmungen. Müdigkeit, Konzentrations-schwierigkeiten, innere Unruhe und körperliche Missempfindungen sind weitere häufige Symptome einer Depression. Das Leiden kann so weit gehen, dass Menschen Suizidgedanken haben. Nicht immer wird eine Depression durch äußere Belastungen ausgelöst, sondern kann auch aus heiterem Himmel plötzlich auftauchen.


Essstörungen: Magersucht, Bulimie, Binge-Eating, Adipositas

Bei Menschen mit Essstörungen rücken die Themen Essen, Nicht-Essen, Gewicht, Kalorien und körperliche Attraktivität stark in den Vordergrund. Häufig denken die Betroffenen die meiste Zeit des Tages daran, wie sie ihr Gewicht regulieren können. Sie fühlen sich hässlich und unattraktiv. Es kommt häufig vor, dass Probleme und negative Gefühlszustände durch Essen bzw. Nicht-Essen reguliert werden sollen. Die einzelnen Formen von Essstörungen können ineinander übergehen. Nicht selten haben Betroffene nur wenig Selbstwertgefühl und stellen immens hohe Leistungsansprüche an sich selbst. Sie wollen anders sein, immer besser werden und streben oftmals nach Anerkennung und Wertschätzung durch andere.


Angststörungen und Panikattacken

Menschen mit Angststörungen leiden unter Ängsten, ohne dass eine reale Bedrohung gegeben ist. Zumeist wird verstanden, dass die Ängste übertrieben und nicht situationsangemessen sind, dennoch können sich die Betroffenen nicht dagegen wehren. Die Folge ist oft ein radikales Flucht-, Vermeidungs- und Rückzugsverhalten. Daneben klammern sich die Menschen oft an ihre primären Bezugspersonen an. Die Ängste können ganz konkrete Inhalte haben (z. B. Angst, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen) oder aus einer generellen Unsicherheit und Sorge bestehen. Panikanfälle, bei denen die Betroffenen nicht selten Todesängste beschreiben, können genauso vorkommen wie vielfältigste körperliche Begleiterscheinungen (z. B. Herzrasen, Schwitzen, Übelkeit, Schmerzen). Viele verschiedene Formen werden unterschieden: z. B. Agoraphobie, Soziale Phobie, Spezifische Phobie, Krankheitsängste, generalisierte Angststörung.


Zwangserkrankungen

Zwangserkrankungen sind dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Handlungen ständig in ritualisierter Art und Weise wiederholt werden müssen, was mehrere Stunden am Tag in Anspruch nehmen kann. Die Betroffenen haben zumeist Angst (Ekel), dass etwas Schlimmes passiert, wenn sie das Zwangsverhalten nicht in einer genau festgelegten Ordnung und Reihenfolge praktizieren. Oft wissen die Menschen um die Unsinnigkeit ihrer Handlungen und haben auch immer wieder (vergeblich) versucht, Widerstand gegen die Zwangsimpulse zu leisten. Im Laufe der Zeit wird das gesamte Familiensystem in den Zwang miteinbezogen. Viele Betroffenen suchen nach Rückversicherungen bei ihren Partnern und Angehörigen. Die häufigsten Inhalte von Zwangshandlungen betreffen Verunreinigung, Kontamination und übermäßige Kontrolle. Zwänge können auch in Form von sich immer wieder aufdrängenden Gedanken (z. B. aggressiven, sexuellen oder religiösen Inhalts) vorkommen.


Traumafolgestörungen und Posttraumatische Belastungsstörung

Wenn Menschen schlimme Ereignisse und Traumata erleben kann es vorkommen, dass die Erlebnisse nicht ausreichend in die Entwicklungsgeschichte der Person integriert werden können. Die Folge sind häufig wiederkehrende Erinnerungsfetzen mit starken Gefühlen. Die Betroffenen haben nicht selten in dem Moment das Gefühl, das Trauma in allen Sinnesqualitäten noch einmal durchleiden zu müssen. Bei solchen Flashbacks verschwimmen Vergangenheit und Gegenwart. Generell sind Menschen mit Traumafolgestörungen die meiste Zeit des Tages angespannt und schreckhaft. Sie vermeiden Situationen, die sie an das Ursprungstrauma erinnern könnten. Bei den erlebten Traumata kann es sich um einmalige negative Erlebnisse oder um langandauernde (auch jahrelange) Belastungen handeln.



Lebenskrisen (z. B. Mobbing, Arbeitsplatzverlust, Trennung, Scheidung, Tod, Trauer, schwere körperliche Erkrankung     oder Behinderung):


Jeder Mensch wird im Verlauf seines Lebens mit vielen schwierigen Situationen konfrontiert. Häufig machen uns Krisen jeglicher Form erst bewusst, dass schon lange bestimmte Dinge schief gelaufen sind. Wir werden aus dem Alltag herausgerissen und haben für das momentane Problem keine passenden Lösungsstrategien - oft fehlen sogar Menschen, mit denen wir offen darüber reden können.  Warum musste das gerade mir passieren? Betroffenen wird oft geraten, die Krise als Chance zu sehen - oft ist das leicht von außen gesagt. Eine Psychotherapie kann dabei helfen, die gegenwärtige Situation zu analysieren und zu verstehen. Im Laufe der Zeit können die Betroffenen zunehmend besser ihre aktuelle Lage akzeptieren, sich auf ihre Stärken besinnen und sich neue Lösungswege erarbeiten. Psychische Stresssymptome wie Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Ängste, Schmerzen usw. lassen in dem Maße nach, wie die Menschen es schaffen, Schicksalsschläge und Krisen erfolgreich in ihre Lebensgeschichte zu integrieren.



Persönlichkeitsstörungen

Menschen mit Persönlichkeitsstörungen haben oft schon seit der Pubertät immer wieder ausgeprägte Schwierigkeiten im Kontakt und in der Beziehung zu anderen Menschen. Sie zeigen in der Wahrnehmung, im Denken, im Fühlen und im Verhalten sich wiederholende Muster, die deutlich von der Mehrheit der Bevölkerung abweichen. Bestimmte Charaktermerkmale bestimmen den Persönlichkeitsstil und sind noch keine Persönlichkeitsstörung.  Eine Persönlichkeitsstörung kann also als stark übersteigerter und situationsunabhängiger Persönlichkeitsstil gesehen werden. Die Betroffenen haben für sich eine bestimmte Sichtweise über die Menschen und die Welt, die sie immer wieder (mehr oder weniger bewusst) bestätigen. Der Leidensdruck ist für gewöhnlich hoch, aber oft sehen die Menschen mit Persönlichkeitsstörungen nicht das Problem bei sich selbst. Häufig „leidet“ auch die Umwelt und die Bezugspersonen unter den „Eigenarten“ des Betroffenen. Die in der Allgemeinbevölkerung bekannteste Persönlichkeitsstörung ist die Borderline-Störung (emotional-instabile PS), die durch Impulsivität, starke Stimmungsschwankungen, Gefühlsausbrüche und Unsicherheit im Selbstbild gekennzeichnet ist. Daneben zeigen Patientinnen mit Borderline häufig wechselhafte Symptombilder aus Depressionen, Ängsten, Essstörungen und selbstverletzendem Verhalten. Sie neigen dazu, sich rasch in intensive Beziehungen zu begeben. Oftmals bestehen massive Ängste vor dem Verlassenwerden, Defizite in der Nähe-Distanz-Regulation und häufige Einsamkeitsgefühle. Weitere Beispiele für Persönlichkeitsstörungen sind die abhängige, die zwanghafte, die antisoziale oder die ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung.



Psychosomatische Erkrankungen

Folgende Erkrankungen werden den Psychosomatischen Störungen zugeordnet:  Neurodermitis,  Kopfschmerzen und Migräne, Asthma, Erkrankungen des Verdauungstrakts wie chronisch entzündliche Darmerkrankungen; Reizdarm, Reizmagen u.a. Bei allen psychosomatischen Erkrankungen gibt es immer eine organische Verursachungskomponente. Die Psyche hat aber einen erheblichen Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Psychosomatische Erkrankungen entstehen, wenn Körper und Seele vermehrt und dauerhaft Stressfaktoren ausgesetzt sind und es gleichzeitig eine gewisse Veranlagung für eine bestimmte Krankheit gibt. Das Ziel der Psychotherapie ist es, seelische und psychosoziale Stressfaktoren zu reduzieren, Gesundheitsverhalten aufzubauen und auf diese Weise Krankheitsschübe zu minimieren. Auch kann es darum gehen, die organische Krankheit und deren vielfältige Konsequenzen besser zu akzeptieren und in den Lebensalltag zu integrieren.